
Die Galerie Marienbad in Mariánské Lázně war ein großer Erfolg. Die Tschechische Tourismusagentur und das Projekt "Lebendige Region" haben sie offiziell in die Liste der "Unentdeckten Juwelen der Tschechischen Republik 2026" aufgenommen. In diesem Jahr wurden aus der gesamten Region Karlovy Vary nur drei Orte ausgewählt, die dem ganzen Land als einzigartige touristische und kulturelle Ziele vorgestellt werden sollen - und die Galerie Marienbad ist einer von ihnen.
Diese Auszeichnung bestätigt den außergewöhnlichen Wandel des Ortes, der bis vor kurzem vor allem als Souvenirverkaufsstelle bekannt war. Heute ist sie eine angesehene Galerie für zeitgenössische Kunst mit internationaler Ausstrahlung, die sich allmählich einen festen Platz auf der kulturellen Landkarte der Tschechischen Republik erobert.
Hinter diesem Wandel steht das gesamte Team der Galerie, doch die Kuratorin Alena Mrovcová hat eine entscheidende Rolle gespielt. Ihr sensibler, aber kompromissloser Ansatz bei der Auswahl der Künstler und ihre Betonung der wirklichen Qualität haben dazu beigetragen, der Galerie ein klares Profil zu geben und sie in die nationale Auswahl der außergewöhnlichen Orte zu bringen.
Das Programm der Galerie Marienbad konzentriert sich auf die zeitgenössische Kunst und zeigt Werke von Künstlern mit einer ausgeprägten künstlerischen Handschrift und einer größeren internationalen Reichweite. Die Besucher können sich auch auf die Ausstellungsräume im ersten Stock der Hauptkolonnade freuen - der neu restaurierte Innenraum mit seiner attraktiven Architektur der 1970er Jahre und 250 m² Ausstellungsfläche bietet einen einzigartigen Rahmen für ein starkes Kunsterlebnis.
Noch bis zum 13. Mai ist hier eine Ausstellung des bedeutenden tschechischen Künstlers František Hodonský zu sehen, die eine Auswahl seiner Gemälde und Skulpturen zeigt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Hauptthemen von Hodonskýs Werk - die Landschaft Südmährens, Wasserläufe, Auenwälder und die sich verändernde Energie der Natur, die der Künstler in einer ausdrucksstarken, manchmal sogar abstrakten künstlerischen Sprache festhält. Neben Gemälden sind auch Skulpturen vertreten, die die Vielseitigkeit des Künstlers, sein Gespür für Materialien und sein ausgeprägtes plastisches Denken verdeutlichen.
Die Galerie Marienbad wurde im Mai 2025 dank der Initiative einiger Enthusiasten in der Hauptkolonnade wiedereröffnet. Karel Kalivoda und sein Team von Ensana haben zusammen mit dem Marienbader Unternehmer und Hotelier David Folprecht eine Schlüsselrolle bei der Wiederbelebung gespielt.
"Wir freuen uns, den Besuchern unserer Stadt hochwertige Kunst in der einzigartigen historischen Kulisse der Kolonnade anbieten zu können. Die Kombination von Architektur aus dem 19. Jahrhundert mit moderner Kunst schafft ein unvergessliches Erlebnis", so der Galerist David Folprecht.
Die Aufnahme der Galerie Marienbad in die Liste der "Unentdeckten Juwelen der Tschechischen Republik 2026" ist nicht nur eine Würdigung der bisherigen Arbeit des gesamten Teams, sondern auch eine Bestätigung dafür, dass Marienbad neben seiner Kurtradition auch einen immer stärkeren Platz in der zeitgenössischen Kultur und Kunst einnimmt.



