Das Frühlingskonzert bietet ein Programm, das romantische Musik mit den Themen Erneuerung, Bewegung und frische Energie verbindet. Jedes der aufgeführten Werke fängt einen anderen Aspekt des Frühlings ein – von märchenhafter Fantasie über virtuosen Glanz bis hin zu freudigen symphonischen Bekenntnissen. Der Abend beginnt mit der Ouvertüre zur Oper Oberon von Carl Maria von Weber, dem letzten vollendeten Werk des Komponisten. Die Ouvertüre verbindet lyrische Passagen mit dramatischen Einsätzen der Waldhörner, die eine märchenhafte und natürliche Atmosphäre schaffen. Das Werk gilt als einer der Höhepunkte der Frühromantik und wird aufgrund seiner Farbigkeit und Energie oft separat aufgeführt. Das Violinkonzert Nr. 3 g-Moll op. 61 von Camille Saint-Saëns gehört zu den beliebtesten Violinkonzerten des 19. Jahrhunderts. Der Komponist schrieb es für den berühmten Virtuosen Pablo de Sarasate, was sich in der technischen Anspruchsvollheit und dem effektvollen Charakter der Solostimme widerspiegelt. Das Konzert zeichnet sich durch fließende Übergänge zwischen den einzelnen Sätzen und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Solist und Orchester aus. Die Solopartie übernimmt die Geigerin Barbora Kolářová. Den Abschluss des Konzerts bildet die Symphonie Nr. 1 B-Dur „Frühlingssymphonie“ op. 38 von Robert Schumann, die 1841 innerhalb weniger Wochen außergewöhnlich intensiver kreativer Arbeit entstand. Schumann ließ sich nicht nur vom Frühling inspirieren, sondern auch von seinem persönlichen Glück nach der Heirat mit Clara Wieck. Die Sinfonie trug ursprünglich Titel einzelner Sätze, die mit Frühlingsbildern verbunden waren, und zeichnet sich durch eine klare Instrumentierung, aufsteigende Motive und einen optimistischen Klang aus.
Das Frühlingskonzert wird vom Westböhmischen Sinfonieorchester unter der Leitung der Dirigentin Nikol Kraft aufgeführt.