Das Konzertprogramm ist eine musikalische Reise durch Europa mit dem Ziel im sonnigen Italien – einem Land, das für viele Komponisten eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration war.
Der Abend beginnt mit der dramatischen Ouvertüre Coriolan op. 62 von Ludwig van Beethoven, einem mitreißenden musikalischen Porträt eines Helden, der zwischen Pflicht und Leidenschaft hin- und hergerissen ist. Beethoven arbeitet hier mit außergewöhnlicher Intensität mit Kontrasten und einem dichten Ausdruck, der den Zuhörer sofort in die Handlung hineinzieht.
Es folgt das Konzert für Oboe und Orchester F-Dur op. 52 von Franz Kramář (Franz Krommer), einem Komponisten tschechischer Herkunft, dessen Schaffen fest in der europäischen Klassik verwurzelt war. Das Werk bietet Raum für das Soloinstrument – die Oboe erklingt hier in ihrer ganzen Klangfülle, von lyrischer Melodik bis hin zu brillanter technischer Virtuosität. Die Solopartie übernimmt Veronika Faglicová.
Höhepunkt des Abends ist die Sinfonie Nr. 4 A-Dur „Italienische“ op. 90 von Felix Mendelssohn-Bartholdy, inspiriert von den Reisen des Komponisten durch Italien. Die Sinfonie strotzt vor Energie, Licht und Freude, vom jubelnden ersten Satz bis zum temperamentvollen Schluss-Saltarello, in dem Mendelssohn den Rhythmus und die Leidenschaft Süditaliens eingefangen hat.
Das Werk ist eine Hommage an das Leben, die Bewegung und die Farben, die Italien zu einer der größten musikalischen Musen des 19. Jahrhunderts gemacht haben.