Über 160 Mineralquellen sprudeln in der breiteren Umgebung, in der Stadt selbst etwa 50.
Die ersten Quellennamen werden von Johann Josef Zauschner im Jahre 1776 aufgefüfrt:
- Ambrosiusquelle (nach dem tepler Abt Ambrosius)
- Kreuzquelle (nach dem gezimmerten Holzkreuz, das neben der Quelle stand)
- Rudolfquelle (nach dem Kronprinz und Thronfolger von Franz Josef I. - Rudolf)
- Mariaquelle (nach dem Mariabild, das in der Nähe der Quelle hängt).
6 Hauptquellen werden für Trinkkuren genutzt:
- Kreuzquelle
- Rudolfquelle
- Karolinquelle
- Waldquelle
- Ambrosiusquelle
- Mariaquelle, die der Stadt ihren Name gegeben hat, hat ein Gasaustritt – Kohlenoxid.
Frei zugängliche Quellen
Alle hier sprudelnden Heilquellen sind kalte Mineralwasser, deren Temperatur zwischen 7 und 10 Grad Celsius schwankt. Der Inhalt von bivalentem Eisen (10 - 40 mg/l) ist relativ hoch. Es ist eine balneologische Rarität, dass diese so unterschiedliche Quellen auf einem kleinem Gebiet sprudeln, sogar oft dicht nebeneinander.
Markante Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung der Quellen ermöglicht schon alleine durch die Trinkkur eine Reihe von Krankheiten verschiedener Organe zu heilen. Die verordnete Wassermenge liegt, je nach Diagnose und Zustand des Patienten, meistens bei 3/4 Liter pro Tag.
Die Mineralquellen werden auch für Inhalationen und Mineralbädern genutzt. Die Bäder senken den Blutdruck, verbessern die Funktion von Herz und Nieren, verbessern die Durchblutung von Gehirn und Beinen.
Weitere Quellen
Unter dem heutigen Schuhaus (Baťa) im Park sprudelten Quellen, die im Jahre 1873 entdeckt wurden. Alexandraquelle trug den Namen nach hiesigem berühmten Gast Alexandra von Mecklenburg und Alfredquelle nach dem tepler Abt Alfred Clementso benannt, die während seiner Tätigkeit geschöpft wurde.
Im Potttal sprudelt die Prälatquelle, die Dr. Nehr als Pottaquelle aufzählte. Der Name Prälatquelle existiert erst seit dem Jahr 1902, als die Quellen vom Kloster erworben wurden. Es war während der Amtszeit von Prälat Dr. Helmer. Weitere später erfasste Quellen im Potttal haben schon moderne Namen Alfa, Beta, Gama, Delta und nur Putz- und Schimmerquelle sind vermutlich nach Personen genannt, die sie erfasst oder bei Bohrungen entdeckt haben.
Hamelikaquelle ist in der Vergangenheit nach dem Berg genannt worden, auf dessen Hang sie sprudelt. Hamelika ist der älteste bekannte tschechische örtliche Name (Homolka) im Kurviertel, der aus dem Mittelalter überlebte.
Die Quellen vom Zentralbad sind im Jahre 1930 aufgebohrt worden und nach dem Findungsort benannt worden.
Eine Reihe von Quellen ist versiegt. Es gab hier zum Beispiel die Schlachtquelle, Hamrnicequelle und auch Drahtbinderquelle, die vieleicht mit der vor einigen Jahren wiederentdeckten Quelle, Barbora genannt, identisch ist. Sie befindet sich hinter den Garagen in der Chebstraße (Egerstraße).